Gleich mal vorneweg: Dies ist keine Frage, die ernsthaft beantwortet werden will !!! Denn sowohl mein Gatte als auch meine beiden pubertierenden Söhne bescheinigen mir seit Jahren eine unheilbare Shoppingsucht. ABER, was ich mich frage? Ist es wirklich eine „böse“ Sucht, wenn es mich doch glücklich macht? Oder macht es mich nur scheinbar bzw. kurzfristig glücklich? Starten wir für die Analyse doch mal mit einigen Fakten:

Definition Shoppingsucht:

Laut Wikipedia, versteht man unter Kaufzwang: Kaufzwang (fachspr. Oniomanie, von altgriechisch ὤνιον = onios „käuflich“ und maníā = mania Wahn; engl. shopaholism), auch Kaufwahn, Kaufrausch oder pathologisches Kaufen genannt, ist eine psychische Störung bei Konsumenten, die sich als zwanghaftes, episodisches Kaufen von Waren äußert. Kaufzwang wird ähnlich wie pathologisches Spielen oder der Arbeitszwang nicht als eigenständige Krankheit gesehen, sondern zu den nicht stoffgebundenen Abhängigkeiten oder zu den Zwangsstörungen gerechnet, manchmal auch zu den Impulskontrollstörungen.

Im Spiegel, (08. Juni 2017) hieß es:  Hier ein neues Kleid, dort ein paar Schuhe – meist beginnt es ganz harmlos. Doch manche Menschen geraten irgendwann in einen Kaufrausch, den sie nicht mehr kontrollieren können. Sie shoppen auch, was sie nie benutzen, und horten Unmengen an Dingen. Das Problem: Auf Dauer verschulden sich die Betroffenen, oft stehen sie am Ende ganz allein da – ohne Job, ohne Partner, ohne Freunde. In Deutschland seine ca. 5% der Bevölkerung (jeder 20.) betroffen.

Aber genug der seriösen Worte – eigentlich beschreibt mich dieses Bild recht gut 😉

Shopping

Daher lautet meine – rein subjektive – Eigendiagnose zum Thema Shoppingsucht: Das Kind sitzt zwar am Brunnenrand, ist aber noch nicht reingefallen. Übersetzt: Ich kaufe eindeutig und ohne jeden Zweifel Kleidung, Schuhe und Accessoires, die ich – im Nachhinein und mit etwas Abstand betrachtet – nicht zwangsläufig benötige!

Hinzu kommt, dass jeder gute Vorsatz, dieses Verhalten zu ändern, über kurz oder lang scheitert (meist über kurz). Das macht die Situation, v.a. in einer Partnerschaft, nicht unbedingt einfacher, wenn man zum Hundertsten Mal schwört, nun sei aber auch wirklich Schluss mit Shopping. Allein diese innere Unruhe, wenn man eine Zeitlang nichts gekauft hat, führt bei mir dazu, dass die gängigen Shoppingplattformen Apps wieder geladen werden und dass es ein paar Tage später an der Tür klingelt und ich schreie!